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Cornbread

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Cornbread

Cornbread

Cornbread ist die in den US-Südstaaten weitverbreitete Alternative zum herkömmlichen Brot aus Weizen oder Roggen. Im Ofen gebacken oder in der Pfanne frittiert, gehört es als Beilage zu fast jeder Mahlzeit vom sommerlichen Barbecue im Freien bis zu Thanksgiving und Weihnachten im Winter.

Was ist Cornbread?

Wörtlich übersetzt bedeutet Cornbread Maisbrot. Da Maismehl jedoch nicht zu Brotlaiben geformt und gebacken werden kann, ähnelt das Cornbread eher einem Kuchen. Dieser wird auf dem Backblech gebacken und in viereckige Stücke geschnitten, in runden Pfannen zubereitet oder als Muffins in kleinen Förmchen als leckerer Snack für zwischendurch angeboten.

Grundnahrungsmittel der Ureinwohner

Schon lange vor der Ankunft der ersten Europäer diente Mais den nordamerikanischen Ureinwohnern als Grundnahrungsmittel. Die Azteken und Maya im Süden machten Tortillas daraus, die Stämme weiter nördlich eine schlichte Urform des Cornbread, die nur aus Maismehl, Wasser und Salz bestand.

Dass Cornbread vor allem in den Südstaaten populär wurde, liegt an den klimatischen Bedingungen: Das von den Einwanderern bevorzugte Getreide wie Weizen und Roggen wollte im heißen Süden einfach nicht gedeihen, während Mais günstig und unkompliziert im Anbau war. Zusätzlichen Auftrieb (im wahrsten Sinne des Wortes) bekam Cornbread mit der Erfindung des Backpulvers Mitte des 19. Jahrhunderts, das ihm seine heutige locker-leichte Konsistenz verleiht.

Beilage oder Snack zwischendurch

In den Südstaaten ist Cornbread bis heute unverzichtbarer Bestandteil eines gut gedeckten Tisches, vergleichbar mit Baguette in Frankreich. Amerikanischer als beim Dinner mit gut gewürztem Southern Fried Chicken und Cornbread-Würfeln als Beilage wird es nicht, und beim Thanksgiving-Festessen hat es seinen festen Platz neben dem Truthahn. Einzelne Würfel, Kuchenstücke oder Muffins eignen sich darüber hinaus als schneller Snack zwischendurch.

Eine Sonderform ist das sogenannte Corn Pone, das die Wildwest-Romantik vergangener Zeiten aufleben lässt: Dabei wird das Maismehl wie anno dazumal ausschließlich mit etwas Butter oder Öl in einer eisernen Pfanne über dem offenen Feuer zu kleinen Fladen gebacken.

Verschiedene Varianten des Cornbread

Das klassische Cornbread hat sich im Laufe der Zeit immer weiter entwickelt. Eine recht fettige Version sind die Hushpuppies genannten frittierten Maismehlbällchen, die im Süden vor allem als Beilage zu Fisch und Meeresfrüchten dienen. Bei den sogenannten Johnnycakes wiederum handelt es sich um eine Art Pfannkuchen aus Maismehl, die mit Ahornsirup, Honig oder Schokoladensoße auf den Tisch kommen. Wer nicht auf Fleisch verzichten möchte, probiert Crackling Bread: Cornbread mit Speckgrieben (die in den USA Pork Cracklings heißen).

In South Pittsburg, Tennessee findet übrigens das jährliche National Cornbread Festival statt, bei dem sich die besten und kreativsten Köche des Landes beim Cook-off messen und Miss National Cornbread gewählt wird.

Magst Du Cornbread, darfst Du Dir die vielen köstlichen Maismehlprodukte des Nachbarn Mexiko wie Burritos und Chimichangas nicht entgehen lassen.

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